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Öffentliche Ausschreibungen in Liechtenstein

Aus Liechtenstein sind gerade nur wenige Ausschreibungen offen.

Liechtenstein schreibt jeden öffentlichen Auftrag im Amtsblatt aus, dem amtlichen Kundmachungsorgan des Fürstentums: Land, die elf Gemeinden, öffentlich-rechtliche Einrichtungen und Versorger, unterhalb und oberhalb der EWR-Schwellenwerte. Die vergebenen Aufträge folgen im selben Amtsblatt, oberhalb der Schwellenwerte gehen die Bekanntmachungen zusätzlich an das EU-Amtsblatt.

Auf einen Blick

Offene Ausschreibungen
rund 4
Auftraggeber
2
Nächste Frist
04 Nov 2026

Häufige Auftraggeber

Gemeinde SchaanUniversität Liechtenstein

Enthaltene CPV-Codes

7100000066512200

Berechnet aus den offenen Ausschreibungen dieser Seite. Die Auftragswerte zeigen die typische Spanne (10. bis 90. Perzentil), damit einzelne Rahmenverträge mit sehr hohen Obergrenzen das Bild nicht verzerren. Nicht jede Bekanntmachung nennt einen Wert. Beträge sind näherungsweise in Euro umgerechnet und gerundet.

Wo in Liechtenstein ausgeschrieben wird

Das Amtsblatt (amtsblatt.llv.li) hat für das Beschaffungswesen zwei Rubriken: Öffentliche Ausschreibungen (Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträge, Wettbewerbe, Vorinformationen, Berichtigungen, Widerrufe) und Vergebene Aufträge mit Zuschlagsempfänger und Summe. Das Land und einige Gemeinden führen ihre Verfahren auf vergaben.llv.li, wo die Angebote elektronisch eingereicht werden und die Ausschreibungsunterlagen liegen; nationale Ausschreibungen der Gemeinden sind oft eine einseitige Bekanntmachung, die nennt, wo die Unterlagen bezogen werden. Polytender liest das Amtsblatt täglich aus und listet für Verfahren auf vergaben.llv.li die Ausschreibungsunterlagen auf. Quelle: Amtsblatt des Fürstentums Liechtenstein.

Schwellenwerte und Rechtsrahmen

Es gelten das Gesetz über das Öffentliche Auftragswesen (ÖAWG) und die zugehörige Verordnung (ÖAWV), für die Sektoren ein eigenes Gesetz (ÖAWSG). Aufträge bis CHF 100.000 dürfen direkt vergeben werden; unter CHF 132.849 kann der Auftraggeber ohne Bekanntmachung verhandeln. Darüber wird im Amtsblatt ausgeschrieben. Die EWR-Schwellenwerte ab dem 21. März 2026 liegen bei CHF 132.849 für Lieferungen und Dienstleistungen des Landes, CHF 204.967 für Gemeinden und andere öffentliche Einrichtungen, CHF 409.935 für die Sektoren und CHF 5.127.994 für Bauaufträge; ab dort gelten die EU-weiten Regeln und die Veröffentlichung auf TED.

Öffentliche Beschaffung in Liechtenstein auf einen Blick

Länderdaten: Global Public Procurement Database (GPPD) der Weltbank, Länderprofil Liechtenstein. Wirtschaftskennzahlen: Weltbank, Stand 2024. GPPD-Profil öffnen

Was in Liechtenstein ausgeschrieben wird

Alle offenen Ausschreibungen in Liechtenstein, nach Kategorien gruppiert und täglich aktualisiert. Klick auf eine Kategorie, um nur deren Ausschreibungen zu sehen.

Frist in 14 Tagen
4
Neu in 7 Tagen
0
Letzte Bekanntmachung
09 Oct 2026

So funktionieren öffentliche Ausschreibungen in Liechtenstein

Welche Regeln in Liechtenstein gelten, hängt vom Auftragswert ab. Oberhalb der Schwellenwerte ist ein förmliches, öffentlich bekannt gemachtes Verfahren Pflicht. Darunter gelten bis zu festen Wertgrenzen einfachere nationale Verfahren.

Verfahren oberhalb der Schwellenwerte

Offenes Verfahren
Öffentlich bekannt gemacht, jedes interessierte Unternehmen kann direkt ein Angebot abgeben. Der Regelfall mit dem breitesten Wettbewerb.
Nicht offenes Verfahren
Ebenfalls öffentlich bekannt gemacht, aber zweistufig: zuerst der Teilnahmeantrag, danach werden nur die ausgewählten Unternehmen zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Verhandlungsverfahren
Ebenfalls zweistufig, der Auftraggeber darf die eingegangenen Angebote mit den ausgewählten Unternehmen aber vor dem Zuschlag verhandeln.
Wettbewerblicher Dialog
Für komplexe Aufträge: Der Auftraggeber erörtert mögliche Lösungen mit den ausgewählten Unternehmen und fordert erst danach endgültige Angebote an.
Innovationspartnerschaft
Für Leistungen, die es am Markt noch nicht gibt: Entwicklung und anschließender Kauf werden in einem Verfahren vergeben.

Verfahren unterhalb der Schwellenwerte

Offenes Verfahren unterhalb der Schwellenwerte
Das nationale Gegenstück zum offenen Verfahren: öffentlich bekannt gemacht und für jedes Unternehmen zugänglich.
Verhandlungsverfahren unterhalb der Schwellenwerte
Kein förmliches Verfahren: Der Auftraggeber spricht geeignete Unternehmen an und darf die Konditionen verhandeln. Die Wahl muss begründet und dokumentiert werden.
Direktvergabe
Kleinaufträge bis zu einer festen Wertgrenze dürfen ohne Wettbewerb direkt an ein Unternehmen vergeben werden.

Von der Bekanntmachung bis zum Zuschlag in Liechtenstein

  1. 01

    Bekanntmachung finden

    Oberhalb der Schwellenwerte müssen Auftraggeber ihre Aufträge öffentlich bekannt machen, darunter je nach Auftragswert und Verfahren. Polytender sammelt die Bekanntmachungen täglich an einem Ort, du musst die Portale also nicht einzeln durchsuchen.

  2. 02

    Vergabeunterlagen prüfen

    Die Unterlagen legen Leistung, Zuschlagskriterien und zwei Termine fest: die Frist für Bieterfragen und die Angebotsfrist. Die Fragefrist endet meist deutlich früher.

  3. 03

    Eignung nachweisen

    Geprüft werden wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, technische Fachkunde und das Fehlen von Ausschlussgründen. Meist reicht zunächst eine Eigenerklärung, die Nachweise verlangt der Auftraggeber erst vom Zuschlagskandidaten.

  4. 04

    Angebot einreichen

    Angebote gehen vollständig und fristgerecht elektronisch über die Plattform ein. Ein verspätetes Angebot wird ausgeschlossen, egal wie gut es ist.

  5. 05

    Wertung und Nachprüfung

    Den Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot, nicht automatisch das billigste. Unterlegene Bieter werden vor Vertragsschluss informiert und können die Entscheidung überprüfen lassen.

Diese Übersicht ist eine vereinfachte Orientierung und keine Rechtsberatung. Verbindlich sind Gesetz über das Öffentliche Auftragswesen (ÖAWG) und die Vergabeunterlagen des jeweiligen Verfahrens.

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Häufige Fragen zu Ausschreibungen in Liechtenstein

Wie viele offene Ausschreibungen gibt es aktuell in Liechtenstein?

Die Zahl ändert sich täglich. Polytender aktualisiert die offenen Ausschreibungen aus Liechtenstein jede Nacht aus den offiziellen Vergabeportalen. Die Liste auf dieser Seite zeigt den aktuellen Stand.

Welche Vergabeportale sind in Liechtenstein relevant?

Das Amtsblatt (amtsblatt.llv.li) hat für das Beschaffungswesen zwei Rubriken: Öffentliche Ausschreibungen (Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträge, Wettbewerbe, Vorinformationen, Berichtigungen, Widerrufe) und Vergebene Aufträge mit Zuschlagsempfänger und Summe. Das Land und einige Gemeinden führen ihre Verfahren auf vergaben.llv.li, wo die Angebote elektronisch eingereicht werden und die Ausschreibungsunterlagen liegen; nationale Ausschreibungen der Gemeinden sind oft eine einseitige Bekanntmachung, die nennt, wo die Unterlagen bezogen werden. Polytender liest das Amtsblatt täglich aus und listet für Verfahren auf vergaben.llv.li die Ausschreibungsunterlagen auf. Quelle: Amtsblatt des Fürstentums Liechtenstein.

Welche Schwellenwerte gelten in Liechtenstein?

Es gelten das Gesetz über das Öffentliche Auftragswesen (ÖAWG) und die zugehörige Verordnung (ÖAWV), für die Sektoren ein eigenes Gesetz (ÖAWSG). Aufträge bis CHF 100.000 dürfen direkt vergeben werden; unter CHF 132.849 kann der Auftraggeber ohne Bekanntmachung verhandeln. Darüber wird im Amtsblatt ausgeschrieben. Die EWR-Schwellenwerte ab dem 21. März 2026 liegen bei CHF 132.849 für Lieferungen und Dienstleistungen des Landes, CHF 204.967 für Gemeinden und andere öffentliche Einrichtungen, CHF 409.935 für die Sektoren und CHF 5.127.994 für Bauaufträge; ab dort gelten die EU-weiten Regeln und die Veröffentlichung auf TED.

Wer ist in Liechtenstein für die Vergabe zuständig, und nach welchem Recht?

Zuständige Stelle für die Vergabe in Liechtenstein: Fachstelle Öffentliches Auftragswesen (Landesverwaltung). Bekanntmachungen und Angebote laufen über Amtsblatt des Fürstentums Liechtenstein (amtsblatt.llv.li), Rechtsgrundlage: Gesetz über das Öffentliche Auftragswesen (ÖAWG). Quelle: Global Public Procurement Database der Weltbank.

Welche Verfahrensarten gibt es in Liechtenstein?

Oberhalb der Schwellenwerte gibt es in Liechtenstein diese Verfahren: Offenes Verfahren, Nicht offenes Verfahren, Verhandlungsverfahren, Wettbewerblicher Dialog und Innovationspartnerschaft. Darunter gelten bis zu festen Wertgrenzen einfachere Verfahren: Offenes Verfahren unterhalb der Schwellenwerte, Verhandlungsverfahren unterhalb der Schwellenwerte und Direktvergabe. Welches Verfahren gilt, steht in jeder Bekanntmachung.

Wie bewerbe ich mich auf eine Ausschreibung in Liechtenstein?

Die Bekanntmachung nennt die Vergabeplattform, auf der das Verfahren läuft. Dort registrierst du dich, lädst die Vergabeunterlagen herunter, legst die geforderten Eignungsnachweise bei und reichst dein Angebot vor Fristende elektronisch ein. Verspätete Angebote werden ausgeschlossen. Rechtsgrundlage: Gesetz über das Öffentliche Auftragswesen (ÖAWG).